Mehr zur Familie Jaburek.
Drei Generationen Müllermeister Jaburek betrieben die Mühle in Solan und
wohnten im Haus Nr. 1. Die Müllerei wurde gegen 1845 aufgegeben und die
Kinder zogen auf der Suche nach Arbeit in die benachbarten Städte. Dies
war unmittelbare Folge der beginnenden Industrialisierung, durch die viele
Menschen nicht mehr von der Landwirtschaft bzw. der Verarbeitung leben
konnten.
Viele Mühlen in der Gegend wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts
aufgegeben. Von ehemals über 20 Mühlen rund um Solany existieren heute nur
noch die Reste von zweien.
Aus den Kindern der ehemaligen Müller wurden Tagarbeiter (Tagelöhner) oder
später Industriearbeiter.
Unser Teil der Familie zog genertionenweise weiter über Lobositz und
Tetschen nach Ober-Politz.
Nachkommen der Müllermeister Jaburek leben bis heute auch in Tschechien,
in und um Třebenice.
Details / Offene Fragen
Es gab auch Familienzweige, die das Böhmische Mittelgebirge bereits früher
verließen:
Ludwig Jaburek (* 1869) zog nach Sachsen. Eduard
Jaburek und sein Bruder Hugo Jaburek zogen
nach Bayern bzw. nach Wien.
Eduard Jaburek (1895-?) heiratete 1920 in München. Hugo
Jaburek (1900-1944) lebte später in Landsberg am Lech.
Über etwaige Nachkommen ist derzeit nichts bekannt.
Zur Familie Jaburek liegt eine umfangreiche genealogische Forschung vor,
die wir gern noch ergänzen würden.